Anbetung

Inmitten der Hektik sind Momente der Ruhe wohltuend. Das Verweilen dürfen und Entschleunigung sprechen von einer großen Sehnsucht, die unsere Herzen bewegen. Das ist genau das, wozu die eucharistische Anbetung einlädt. Es geht nicht um viele Worte oder Gedanken, sondern darum eigenes Leben vor Gott, genau gesprochen Jesus, kommen lassen. Das ist der Anfang des Gebets, indem ich alles, was mich gerade bewegt, Jesus hinhalte und mit ihm anschaue.

Daraus wächst ein großes Vertrauen in das eigene Leben, das von Gott täglich und stündlich begleitet und gehalten wird. Da wo ein Wort der Dankbarkeit fällt, da wächst das Vertrauen.

Die Anbetung ist ein Fest der Liebe Gottes zu uns. Jesus feiert heißt auch sein Leben wertschätzen und in eine neue Lebensqualität eintauchen. Da wächst die Leichtigkeit und Gelassen, die Kraft geben für die nächste Stunde und die nächsten Tage. Das ist die lebensschenkende  Antwort auf die Hektik dieser Zeit, die unsere Sehnsucht stillt. Suchen wir nicht alle danach?

Die Anbetung ist aber noch mehr. Es geht in erster Linie um die Suche nach Gott. Er ist wie in der Monstranz auf dem Schirm und spielt die Hauptrolle. Dass die Suche nach IHM und Begegnung mit dem lebendigen Gott auch Momente der Ruhe und Zufriedenheit bringen steht klar. Es sind seine Geschenke, aber nicht er selbst. Darum nicht enttäuscht sein, wenn es nicht gleich alles gelingt. Schritt für Schritt darf man sich an die Lebenshaltung der Anbetung herantasten.

Täglich über wir uns in der Anbetungshaltung ein. Um 20 h beginnen wir mit der Anbetung und bleiben gemeinsam als Konvent eine halbe Stunde vor dem eucharistischen Jesus. Wer möchte, darf auch länger bleiben.

Wohltuend ist der Austausch untereinander, wie mein Weg mit und vor Gott aussieht. Herzliche Einladung sich auf den Weg zu machen. Wir bieten dabei auch gerne Unterstützung.