Kandidatur

Die Kandidatur ist eine Zeit, um der eigenen Berufung nachzuspüren und die Gemeinschaft besser kennen zu lernen.

„In meiner Kandidatur habe ich einen intensiven Kontakt zu den Schwestern gepflegt. Ich habe beim Gebet und einigen Aktionen mitgemacht. Unverbindlich und doch persönlich konnte ich einen Einblick in das Alltagsleben der Gemeinschaft bekommen. In dieser Zeit konnte ich meiner Sehnsucht und meinen Träumen näher kommen, aber auch meine Fragen klären.“

Sr. Margareta

In dieser Zeit wird schnell klar, was unser Gründer meinte, als er sagte:

Es kommt vor, dass jemand das Bedürfnis hat, … in einen Orden einzutreten. Er würde das gerne tun, aber da sieht er viele Schwierigkeiten auf sich zukommen: Verwandte, Freunde, Bekannte, angehäufte Schulden, angefangene aber noch nicht beendete Arbeiten. Es gibt so viele Dinge, die einen Menschen binden! Wenn du damit anfängst, dich zunächst von all diesen Schwierigkeiten zu befreien, wenn du glaubst, dich erst entscheiden zu können, wenn du von allem frei bist, … wer weiß, ob du dann überhaupt jemals eine solche Entscheidung treffen wirst! …

Wenn du kannst, dann knüpfe in irgendeiner Weise Kontakte mit dem Orden und beschäftige dich erst dann damit, wie du die Schwierigkeiten bewältigen kannst. … Bezüglich der Angst vor den eigenen Bekannten und ihrem Urteil sowie der Befürchtung, dass deine angefangenen Arbeiten zurückstehen müssen … wird sich auch eine Lösung finden.

(aus dem geistlichen Tagebuch, 15. Die Entscheidung, in den Orden einzutreten)

>> Postulat